ESG ALS STEUERUNGSTHEMA
ESG (Environmental, Social and Governance) einfach umgesetzt und ins ERM integriert!
ESG ist kein Trend, sondern Voraussetzung für langfristige Resilienz und Innovation. Durch Gesetze wie CSRD et EU-Taxanomie werden ESG-Kriterien zur Pflicht. ESG-Berichte werden zukünftig so wichtig wie der Finanzbericht. Risques ESG werden zudem Bestandteil vom Gestion des risques.
Inhaltliche Anforderungen eines CSRD-konformen ESG-Berichts
- ESG-Ziele, -Strategien und deren operative Umsetzung
- Organisationsstruktur und Governance-Verantwortlichkeiten
- Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
- Identifizierte ESG-bezogene IRO (Impact, Risk, Opportunity)
- Integration der Risques ESG ins unternehmensweite Gestion des risques (ERM)
- Kennzahlen zur Energie- und Ressourceneffizienz, Vielfalt, La chaîne d'approvisionnement u.v.m.
Rechtlicher Rahmen: CSRD und EU-Taxonomie
- Les CSRD verpflichtet Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2024 (Berichtspflicht ab 2025) zur umfassenden Offenlegung nichtfinanzieller Informationen – insbesondere zu ESG-Zielen, Strategien, Risiken sowie relevanten Leistungskennzahlen.
- Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) konkretisieren die Berichtspflichten der CSRD und definieren einheitliche Offenlegungsstandards.
- Im Zentrum steht das Prinzip der Doppelten Wesentlichkeit: Unternehmen haben sowohl die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft (Inside-Out) als auch die Auswirkungen externer ESG-Faktoren auf das Unternehmen (Outside-In) zu analysieren und transparent zu machen.
Regulatorisch erforderliche Umsetzungsmaßnahmen
Zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen sind folgende Maßnahmen umzusetzen:
Durchführung einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Impact-Wesentlichkeit und Finanzielle Wesentlichkeit)
Einrichtung eines unternehmensinternen ESG-Teams oder Ernennung eines ESG-Verantwortlichen
Integration der ESG-Risiken ins ERM (Enterprise Risk Management)
Aufbau eines ESG-Reportingsystems mit konsistenter Datenbasis
Integration der ESG-Kriterien in Strategie, Prozesse und Steuerungssysteme
Berichterstattung nach den ESRS-Standards
Prüfvorbereitung und externe Assurance der Nachhaltigkeitsinformationen
Verknüpfung von ESG-Risiken mit dem Risikomanagement
Ein zentrales Ziel der CSRD ist die systematische Integration von ESG-Risiken in das bestehende Risikomanagementsystem. Risques ESG – wie beispielsweise Risques climatiques, soziale Spannungen oder Compliance-Verstöße – sind dabei analog zu klassischen unternehmensweiten ERM-Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern.
Empfohlene Maßnahmen:
Einbindung der Risques ESG in die unternehmensweite Actifs à risque
Erweiterung der Risikobewertungsmethoden und Relevanzmatrix um ESG-Kriterien
Durchführung von Szenarioanalysen, z. B. basierend auf TCFD-Richtlinien
Definition spezifischer Risikokennzahlen et Indicateurs d'alerte précoce
Integration der Risques ESG in die regelmäßige Berichterstattung im Rahmen der CSRD
Die CSRD und die dazugehörigen Standards markieren einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensberichterstattung. ESG und ERM werden damit zu einem zentralen Bestandteil der strategischen Unternehmensführung. Der regulatorisch geforderte Wandel verlangt ein integriertes, interdisziplinäres und digital gestütztes Nachhaltigkeitsmanagement, das sowohl Risiko- als auch Chancenperspektiven berücksichtigt.